Die dreiteilige Serie zeigt, wie vielfältig die natürlichen Gegebenheiten in den verschiedenen Regionen Südtirols sind und wie unterschiedlich die Persönlichkeiten der Bäuerinnen auf den Höfen sein können.
Folge 1: Von Tradition und Zukunft
In der ersten Folge der Serie „Bergbäuerinnen in Südtirol“ wird gezeigt, wie unterschiedliche Bergbäuerinnen aus verschiedenen Generationen die Herausforderungen ihres Berufs meistern.
Die natürlichen Gegebenheiten in den unterschiedlichen Regionen Südtirols sind genauso vielfältig wie die Persönlichkeiten der Bäuerinnen, die in diesem Film Einblicke in ihren Alltag auf den Höfen geben.
Nadia Ennemoser aus dem Passeiertal entwickelte schon früh ein großes Interesse an den Aufgaben auf dem Hof ihres Vaters. Ihr Vater ist sehr naturverbunden und zeigt die uralte Tradition des Heuschießens.
Waltraud Thaler-Blasinger verbringt mit ihrer Familie und den Tieren die Sommermonate auf der Gepatsch-Alm im Sarntal. Diese Alm ist eine der wenigen privaten Almen in der Region. Dort versorgt sie nicht nur ihre Familie, sondern verwöhnt auch zahlreiche Gäste mit hausgemachten Spezialitäten.
Im Osten Südtirols zeigt sich ein ganz anderes Lebensmodell: Die Langalm liegt auf 2283 Metern direkt unter den beeindruckenden Nordwänden der Drei Zinnen. Etwas weiter unten befindet sich der kleine Bergbauernhof von Renate Taschler-Steinwandter. Die steilen Berghänge stellen eine Herausforderung für sie dar. Zusammen mit ihrem Mann und ihren Kindern bewirtschaftet sie den Stolpahof in Frondeigen bei Toblach. Als Bezirksbäuerin des Pustertals legt sie großen Wert darauf, die alten Bräuche und Traditionen zu erhalten und zu pflegen.
Deutsche Erstaustrahlung am 26.8.2024 um 20:15 Uhr auf 3sat.
Folge 2: Große Herausforderungen
Die zweite Folge der Serie „Bergbäuerinnen in Südtirol“ beleuchtet die Herausforderungen, denen die Frauen auf den Bergbauernhöfen in Südtirol begegnen.
Ihre Realität steht in starkem Kontrast zu der oft idealisierten Darstellung von Idylle und Romantik. Eine der größten Herausforderungen für die Bergbäuerinnen besteht darin, Unterstützung zu gewinnen und zukunftsorientierte Perspektiven zu entwickeln.
Um dieses Ziel zu erreichen, ist es entscheidend, dass die Bäuerinnen sich mit Engagement und Entschlossenheit auf allen Ebenen der Südtiroler Bäuerinnenorganisation aktiv beteiligen.
Die Persönlichkeiten der einzelnen Frauen sind äußerst facettenreich. Viele haben in ihren Familien Schicksalsschläge erlebt und mussten plötzlich die Arbeit auf dem Hof alleine bewältigen, nachdem sie ihren Lebenspartner verloren haben. Darüber hinaus müssen sie den Arbeitsalltag mit den Anforderungen der Familie in Einklang bringen.
Stephanie Schenk meistert gemeinsam mit ihrer Tochter die Herausforderungen des Lebens. Besonders bemerkenswert ist, dass ihre Tochter an einem schweren Leiden, einem Kopftumor, erkrankt ist und regelmäßige medizinische Behandlung benötigt. Trotz dieser schwierigen Umstände bewahrt die Familie eine beeindruckende Zufriedenheit und geht mit großer Fassung durchs Leben. Die Situation verschlimmerte sich, als Stephanies Mann bei Holzarbeiten tödlich verunglückte.
Bäuerin Michaela Gamper bewirtschaftet den Gfall-Hof im Schnalstal zusammen mit ihren Kindern und ihrem Mann. Der Hof liegt zwischen Karthaus und Unsere Frau auf einer Höhe von 1840 Metern und ist durch seine Lage an der Grenze zur Texelgruppe besonders geprägt. Im Winter ist eine private Seilbahn die einzige Verbindung ins Tal.
Silvia Ilmer lebt auf dem Schupferhof in St. Martin im Passeiertal auf einer Höhe von 1000 Metern. Sie hat einen zukunftsorientierten Betrieb aufgebaut, der sich auf die Herstellung von Käse spezialisiert. Die Bio-Hofkäserei liegt oberhalb von St. Martin und verarbeitet Ziegen- und Kuhmilch zu verschiedenen Käseprodukten. Auf Wunsch werden auch Hofführungen angeboten.
Deutsche Erstaustrahlung am 26.8.2024 um 21:00 Uhr auf 3sat.
Folge 3 – Der Weg zum Ziel
Die dritte Folge der Reihe „Bergbäuerinnen in Südtirol“ zeigt, welche Strategien die Frauen auf den Bergbauernhöfen in Südtirol entwickelt haben, um ihre Ziele zu erreichen. Immer mehr Frauen interessieren sich für die Bewirtschaftung eines Bauernhofs und entscheiden sich für den Besuch der Bäuerinnenschule.
Unerlässlich für den Erfolg ist aber auch, dass die Bergbauernfamilien wirtschaftlich denken und handeln. Um ihre Bergbauernhöfe betreiben zu können, bringen die Bäuerinnen oft eine Menge Idealismus mit. Sie betrachten ihren Hof als etwas Kostbares, dass es ungeachtet des Profits und des Marktwerts zu bewahren gilt – auch wenn die Betriebsführung oft herausfordernd ist.
Bergbäuerinnen sind unverzichtbar für die Landwirtschaft. Ihr Engagement, ihre Begeisterung und ihr Mut sind entscheidend für die Zukunftsgestaltung. Es ist inspirierend zu sehen, wie sie aktiv Veränderungen vorantreiben und dadurch einen positiven Einfluss auf die Entwicklung ihrer Höfe ausüben. Luzia Kuppelwieser ist Bergbäuerin am Vinschger Sonnenberg und bewirtschaftet dort gemeinsam mit ihrer Familie den Latschair-Hof. Ihr Ziel ist es, den Kindern aus der Stadt ein umfassendes Verständnis für das Leben auf dem Hof zu vermitteln, damit sie nachvollziehen können, woher der Braten aus dem Topf, die Eier in der Pfanne, die eingelegten Gurken sowie die Marmeladen und Säfte stammen, die bei ihnen auf dem Tisch stehen.
Irma Moling Clara lebt mit ihrer Familie auf dem Hof Oriana, der im malerischen Weiler Seres in Kampill, einem Ladinischen Kleinod, liegt. Seit vielen Generationen bewirtschaftet die Familie diesen Hof. Dort befindet sich zudem das kleine Hofmuseum „Lürch de Oriana“, in dem Irma alte landwirtschaftliche Geräte und Haushaltsutensilien bewahrt. Diese Exponate geben den Besuchern Einblicke in die Arbeit und das Leben der Bauern vergangener Zeiten.
Der Gialhof, den Nadja Stecher Ruepp betreibt, liegt direkt oberhalb von Schluderns. Er bietet einen herrlichen Blick über das Vinschgau-Tal. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihren vier Kindern bewirtschaftet Nadja den Biohof, wobei die Aufzucht von Jungtieren im Mittelpunkt steht. Diese Tiere werden auch für andere Bauern aufgezogen. Die Familie hat die Lieferung an Milchhöfe bereits vor einiger Zeit eingestellt, da diese Tätigkeit nicht mehr rentabel war. Heute verwenden sie die Milch ausschließlich für eigene Zwecke oder zur Fütterung der Jungtiere.
Deutsche Erstaustrahlung am 07.10.2024 um 21:00 Uhr auf 3sat.









