Deutsche Bahn Warnstreik von Sonntag bis Dienstag

Der dritte Warnstreik soll den Zugverkehr deutschlandweit ab Sonntagabend lahmlegen. Im Tarifstreit mit den Arbeitgebern will die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG den Zugverkehr bis Dienstag bestreiken.

Veröffentlicht am: | von Andreas Schneider


Warnstreik bei der Deutschen Bahn | Bild: © Andreas Schneider
Warnstreik bei der Deutschen Bahn | Bild: © Andreas Schneider

Wer nächste Woche mit der Bahn reisen muss, der sollte sich jetzt schon nach Alternativen umschauen. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) will von Sonntagabend 22.00 Uhr bis Dienstagnacht 24.00 Uhr mit dem bisher längsten Warnstreik den Bahnverkehr in ganz Deutschland lahmlegen.

Es geht wie immer ums Geld – die EVG fordert für rund 230.000 Beschäftigte zwölf Prozent mehr Lohn, mindestens aber 650 Euro im Monat mehr. Allerdings arbeiten rund 180.000 der 230.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst, weshalb sich die Deutsche Bahn am Abschluss des öffentlichen Dienstes orientieren möchte.

Aktuell bietet die Bahn zehn Prozent mehr Lohn für die unteren und mittleren Einkommensgruppen und acht Prozent für die höheren Einkommen. Zusätzlich soll es einen Inflationsausgleich in Form einer Prämie in Höhe von 2.850 Euro geben. Für die Gewerkschaft ist dies nicht akzeptabel.

3. Warnstreik in diesem Jahr


Es ist bereits der dritte Warnstreik – am 27. März hatte die EVG gemeinsam mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di den Verkehr in Deutschland weitesgehend lahmgelegt. Und am 26. April legte die Gewerkschaft noch einmal mit einem achtstündigen Warnstreik nach. Die jetzt angekündigten 50 Stunden Warnstreik wäre der längste Streik in der Geschichte.

Die EVG erwartet vor allem im Cargo-Bereich spürbare und damit auch wirtschaftliche Auswirkungen. Denn nicht nur die Pendler und Reisende trifft der angekündigte Ausstand, sondern gerade auch die Fracht, die nun für 2 Tage liegen bleibt und einen massiven Stau bei der Lieferung verursachen wird.

Für Pendler und Schüler empfiehlt es sich, schon jetzt nach Alternativen in Form von Fahrgemeinschaften mit dem PKW zu suchen und Montagmorgen ein bisschen früher zu starten, denn die Straßen werden voll werden.