Flugausfälle Streik Lufthansa aktuell: Einigung erzielt

Die Lufthansa hat sich mit der Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) auf höhere Löhne für die rund 19.000 Flugbegleiter der Airline geeinigt.

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Lesezeit: 2 min | von Andreas Schneider


Streik Lufthansa aktuell: Einigung erzielt
Streik Lufthansa aktuell | Bild: © Pit Karges, Pixabay

Streik Lufthansa aktuell – 08.04.2024: Nun ist es offiziell – die Lufthansa und die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) haben sich auf höhere Löhne für die rund 19.000 Flugbegleiter der Airline geeinigt. Somit stehen streikfreien Sommerferien nichts mehr im Wege (nachdem sich auch das Bodenpersonal der Airline und das Sicherheitspersonal an Flughäfen mit der Gewerkschaft ver.di auf höhere Löhne geeinigt haben.)

Wie die Gewerkschaft UFO mitteilt, erhalten die 19.000 Beschäftigten in drei Stufen rückwirkend zum 1.1. 2024 insgesamt 16,5 Prozent mehr Gehalt. Die Laufzeit des ausgehandelten Vertrages beträgt 36 Monate – und geht damit bis zum 31.12.2026. Zusätzlich bekommen die Beschäftigten eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 Euro und es werden auch diverse Zulagen erhöht.


6.3.2024:
kaum hat das Bodenpersonal seinen Streik beendet, steht bei der Lufthanse schon der nächste Streik vor der Tür. Diesmal werden die Flugbegleiter (Organisiert in der Flugbegleitergewerkschaft UFO) Ihre Arbeit niederlegen. Von Dienstag bis Mittwoch (12. und 13. März) sollen die rund 18.000 in den Kabinen der Flugzeuge Beschäftigte der Lufthansa sowie die rund 900 Mitarbeitenden bei der Lufthansa Tochter CityLine ihre Arbeit niederlegen.

Am Dienstag sollen alle Abflüge in Frankfurt bestreikt werden und am Mittwoch dann die Abflüge in München. Auch diesmal dürften wieder hunderte Flüge ausfallen.

Bereits am Donnerstag, 07.03.24 von 4:00 Uhr morgens bis Samstag,09.03.24 um 7:10 Uhr kam es zu Verspätungen und massiven Ausfällen an deutschen Flughäfen. Die Schwerpunkte waren Hamburg, Frankfurt und München.

Streik Lufthansa aktuell: Flugausfälle und Verspätungen

Die Gewerkschaft Verdi hat zum nächsten Warnstreik aufgerufen – diesmal soll das Bodenpersonal seine Arbeit niederlegen. Der Hintergrund für den Streik sind die laufenden Tarifverhandlungen, die rund 25.000 Beschäftigte betreffen.

Streik Flughafen: Frankfurt und München besonders betroffen

Besonders vom Streik betroffen werden wohl die Flughäfen in München und Frankfurt sein. Allein hier rechnet die Lufthansa damit, dass am Donnerstag und am Freitag etwa 1.000 Flüge ausfallen und weit über 100.000 Passagiere betroffen sein werden.

Die Arbeitsniederlegungen des Bodenpersonals beginnen am Donnerstagmorgen um 4 Uhr und sollen bis Samstag, 7.10 Uhr, dauern. Lufthansa-Passagieren wird empfohlen, den Status Ihres Fluges auf der Internetseite der Airline zu prüfen. Man geht davon aus, dass nur zehn bis zwanzig Prozent der Flüge überhaupt starten können.

Zusätzlicher Streik Sicherheitspersonal in Hamburg und Frankfurt

Zusätzlich zum Streik des Bodenpersonals hat die Gewerkschaft nun für Donnerstag auch die Luftsicherheitskräfte in Hamburg und Frankfurt zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Die Beschäftigten in diesen Bereichen sind im Auftrag der Bundespolizei tätig und kontrollieren Passagiere, Personal und Gepäck an den Zugängen zum Sicherheitsbereich. Inwiefern man dann den Flughafen selbst noch betreten kann, ist offen.

Verdi fordert für seine Mitglieder 12,5 Prozent mehr Geld und eine Prämie für den Inflationsausgleich – bei gleichzeitig nur einem Jahr Laufzeit. Die Lufthansa dagegen hat bei einer Laufzeit von 28 Monaten insgesamt 10 Prozent höhere Gehälter angeboten.

Flugausfälle: Was Reisende jetzt wissen sollten

Fällt ein Flug aus (wird annulliert) oder verspätet sich massiv, haben Reisende Anspruch auf sogenannte Unterstützungsleistungen wie z.B. Verpflegung oder gegebenenfalls Unterbringung in einem Hotel. Allerdings kann die Airline diese Leistungen verweigern, wenn außergewöhnliche Umstände wie in diesem Falle z.B. ein Streik vorliegen.

Streik Flughafen Sicherheitspersonal – Besonderheiten

Verpassen Fluggäste den gebuchten Flug, weil während eines Streik Flughafen die Sicherheitskontrollen ausfallen, kommt eine Besonderheit ins Spiel. Denn es streikt nicht das Bodenpersonal der Fluggesellschaft oder deren Piloten, sondern das Sicherheitspersonal des Flughafens. Und die Arbeiten im Namen der Bundespolizei – und damit haben die Fluggesellschaften keinen Einfluss mehr darauf. Etwaige Ansprüche müssen dann gegenüber dem Staat geltend gemacht werden. In dem Fall ist eine Beratung bei einem spezialisierten Anwalt zu empfehlen.


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