Lüsner Alm in Südtirol: Wandern auf einem der größten Hochplateaus Europas
Lüsner Alm | Bild: © Andreas Schneider

Lüsner Alm in Südtirol: Wandern auf einem der größten Hochplateaus Europas

Aktualisiert am 01.09.2026 | Lesezeit: 3 min | Dieser Artikel kann Partner-Links enthalten. Erkennbar am * hinter dem Link. Bei einer Buchung über diese Links erhalten wir eine Provision. Für Sie entstehen dadurch keine Mehrkosten. | Schreibe einen Kommentar

Auf einer Höhe zwischen rund 1.500 und 2.200 Metern erstreckt sich die Rodenecker-Lüsner Alm bei Brixen über etwa 20 Quadratkilometer – eines der größten zusammenhängenden Hochplateaus Europas. Weite Wiesen, urige Hütten und ein freier Blick auf Dolomiten und Zillertaler Alpen machen die Alm zu einem Ziel für Wanderer, Langläufer und alle, die es dort oben vor allem ruhig mögen.

Eines der größten Hochplateaus Europas

Von Brixen aus führt die Fahrt hinauf nach Lüsen und weiter auf die Alm. Die Rodenecker-Lüsner Alm liegt auf einer Höhe zwischen rund 1.500 und 2.200 Metern und bedeckt eine Fläche von etwa 20 Quadratkilometern – Reiseführer und Wanderportale bezeichnen sie deshalb häufig als eines der größten, teils sogar als das größte zusammenhängende Hochplateau Europas. Ausgangspunkt für die meisten Touren ist der Parkplatz Zumis auf rund 1.725 Metern.

Die Lüsner Alm im Sommer | © Foto: Andreas Schneider
Die Lüsner Alm im Sommer | © Foto: Andreas Schneider

Zum Astjoch, Jakobsstöckl und Campill

An klaren Tagen führen markierte Wege vom Parkplatz Zumis zum Astjoch, mit 2.194 Metern der höchste Punkt der Alm und ein bekannter Aussichtspunkt: Richtung Süden zeigen sich die Dolomiten mit dem markanten Peitlerkofel, nach Norden reicht der Blick über das Pustertal hinweg bis zu den Zillertaler Alpen. Weitere Ziele auf der Alm sind das Jakobsstöckl mit seiner kleinen Bergkapelle und das Gebiet um Campill. Eine beliebte Rundtour über das Astjoch ist mit rund 19 Kilometern und gut fünf Stunden Gehzeit als Tagestour angelegt; für einen kürzeren Ausflug lässt sich die Strecke ab der Starkenfeldhütte deutlich verkürzen.

Der Hochmoorweg als ruhigere Alternative

Wer es weniger sportlich mag, wählt den Hochmoorweg, der vom Parkplatz Zumis über die offene Almlandschaft zu den Moorflächen unterhalb der Starkenfeldhütte führt. Die Strecke ist überwiegend flach und gut zu gehen, Infotafeln erklären unterwegs die Besonderheiten des Moorgebiets. Auch für Mountainbiker und Familien sind die Wege der Alm geeignet – das Gelände ist sanft, steile Passagen gibt es kaum.

Die Lüsner Alm im Winter | © Foto: Andreas Schneider
Die Lüsner Alm im Winter | © Foto: Andreas Schneider

Hütten entlang der Alm

Vom Parkplatz Zumis aus erreichen Wanderer die Oberhauserhütte nach rund zehn Minuten, das Naturhotel Runa – die frühere Ronerhütte – nach etwa 40 Minuten. Rastnerhütte und Starkenfeldhütte liegen jeweils rund anderthalb Stunden entfernt, die Kreuzwiesenhütte auf dem Übergang zur Rodenecker Alm etwa zweieinhalb Stunden. Die Starkenfeldhütte ist für ihre Südtiroler Küche aus regionalen Zutaten bekannt, die Kreuzwiesenhütte für ihre eigene Almkäserei.

Die Lüsner Alm im Herbst | © Foto: Andreas Schneider
Die Lüsner Alm im Herbst | © Foto: Andreas Schneider

Für Genusswanderer und Naturfreunde ist die Lüsner Alm ein Ort, an dem Weite und Stille erlebbar werden. Ein Tag klingt hier oft mit einem Glas Südtiroler Wein in der Hand aus, während der Blick über sonnenbeschienene Gipfel streift und in der Ferne das leise Geläut der Kuhglocken langsam verklingt. Es ist dieses Ineinandergreifen von Natur, Sinneseindrücken und Gastfreundschaft, das die Lüsner Alm zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.

Wer direkt auf der Alm übernachten möchte, findet im Naturhotel Runa Zimmer mit Blick auf die umliegenden Gipfel; eine Übersicht zu Verfügbarkeit und Preisen bietet booking.com*

Winter: Langlaufen und Schneeschuhwandern

Im Winter verwandelt sich die Alm in ein Loipen- und Schneeschuhrevier. Präparierte Loipen führen über das offene Gelände, abseits davon lassen sich eigene Spuren durch den Tiefschnee ziehen. Weil die Fläche kaum Gefälle hat, eignet sich die Strecke auch für weniger geübte Langläufer und für Schneeschuhwanderungen in gemächlichem Tempo.

Beste Reisezeit

Die Alm lässt sich zu jeder Jahreszeit besuchen. Im Frühling blühen Krokusse und Alpenrosen auf den noch schneedurchsetzten Wiesen, der Sommer eignet sich für lange Wanderungen und Mountainbike-Touren, und im Herbst färben sich die Lärchenwälder golden, während die Fernsicht oft am klarsten ist. Der Winter gehört Langläufern und Schneeschuhwanderern.

Anreise

Von Brixen aus fahren Sie in Richtung Lüsen. Aus dem Wald kommend liegt links eine Tankstelle; dort biegen Sie links auf die Kreuzner Straße ein, folgen dieser bis zur rechts abzweigenden Straße Kreuznerberg und fahren auf dieser bis zum Parkplatz Zumis, dem Ausgangspunkt für die meisten Touren. Eine zweite Route führt von Brixen über Vahrn, am Kloster Neustift vorbei bis Mühlbach und von dort über Nauders zum Parkplatz. Wer im Winter anreist, sollte auf Winterausrüstung achten.

Barrierefrei unterwegs und regionale Mitbringsel

Ein Teil der Wege auf der Alm ist barrierefrei ausgebaut und eignet sich auch für Elektrorollstühle und Kinderwagen – ein Detail, das die Alm auch für weniger mobile Gäste zugänglich macht. Mittags oder am frühen Nachmittag lohnt sich die Einkehr: Viele Hütten servieren Südtiroler Spezialitäten wie Knödelvariationen, Gerstsuppe oder hausgemachten Apfelstrudel und verkaufen zudem Käse und andere Produkte aus eigener Herstellung.

Wer sich lieber einer geführten Tour anschließt, statt allein loszuziehen: Angebote für Wanderungen und Ausflüge in Südtirol lassen sich vorab über GetYourGuide* vergleichen und buchen.

Wer den Aufenthalt mit weiteren Zielen in der Region verbinden möchte, findet einen Überblick im Artikel Urlaub in Südtirol.

Offizielle Webseite Lüsner Alm: https://www.luesen.com/de/stille-in-den-dolomiten/sanfte-luesner-alm-und-peitlerkofel.html


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Ein Best Ager unterwegs in Europa

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