Eine neue Kampagne rückt die Kurstadt in den Fokus
Seit August 2026 wirbt Baden-Baden mit dem Motto „Doppelt schön“ um Besucher. Die Botschaft, formuliert von BBT-Geschäftsführerin Nora Waggershauer, lautet sinngemäß: Aus schön wird doppelt schön, wenn man besondere Momente gemeinsam erlebt. Die Kampagne läuft über Plakate im öffentlichen Raum, Anzeigen in sozialen Netzwerken und Kooperationen mit Reise-Creators und richtet sich in erster Linie an Paare, Freundesgruppen und Familien aus Deutschland und der Schweiz.
Inhaltlich stützt sich die Kampagne auf vier Themenfelder: Thermen, Kultur, Natur und Gärten. Alle vier lassen sich an einem verlängerten Wochenende tatsächlich verbinden, ohne dass der Aufenthalt in Hektik ausartet – die Innenstadt ist überschaubar, die wichtigsten Ziele liegen in Gehweite zueinander.
Baden wie vor 2000 Jahren: Caracalla Therme und Friedrichsbad
Schon die Römer nutzten die heißen Quellen unter der heutigen Innenstadt, benannt ist die moderne Caracalla Therme nach Kaiser Caracalla, der im 3. Jahrhundert selbst hier badete. Das Haus ist täglich von 8 bis 22 Uhr geöffnet, der Eintritt in den reinen Badebereich kostet für zwei Stunden 21 Euro, eine Tageskarte 35 Euro; wer die Saunalandschaft mitnutzen möchte, zahlt für den ganzen Tag 40 Euro.
Wer es traditioneller mag, geht ins benachbarte Friedrichsbad, ein römisch-irisches Bad im Stil der italienischen Hochrenaissance, das 1877 nach acht Jahren Bauzeit eröffnet wurde und seinerzeit als schönstes Bad Europas galt. Der Eintritt kostet einheitlich 39 Euro, empfohlen wird ein Aufenthalt von rund drei Stunden. An Montagen, Dienstagen, Donnerstagen, Freitagen und Sonntagen gilt die traditionelle Nutzung ohne Badebekleidung; mittwochs und samstags ist das Bad gemischt und Badebekleidung Pflicht – ein Detail, das sich vorab zu klären lohnt.
Tickets für die Caracalla Therme lassen sich vorab über GetYourGuide* reservieren, was an belebten Wochenenden Wartezeit an der Kasse spart.
Kurhaus, Festspielhaus und die große Bühne
Im klassizistischen Kurhaus residiert das Casino Baden-Baden, eine der ältesten Spielbanken Deutschlands mit fast 200-jähriger Geschichte. Prominente Gäste von Marlene Dietrich bis zu europäischen Adelshäusern haben hier gespielt, die Säle im Stil französischer Schlösser lassen sich auch ohne Einsatz im Rahmen einer Führung besichtigen.
Wenige Gehminuten entfernt liegt das Festspielhaus Baden-Baden, nach der Mailänder Scala das zweitgrößte Opernhaus Europas. Untergebracht ist es im ehemaligen Bahnhofsgebäude der Stadt, der Spielplan reicht von Oper über Ballett bis zu Konzerten internationaler Orchester. Wer es kleiner mag, findet im Theater Baden-Baden und mit der Philharmonie Baden-Baden zwei weitere feste Bühnen im Stadtbild.
Lichtentaler Allee, Merkur und das Rebland
Die 2,3 Kilometer lange Lichtentaler Allee zieht sich als Landschaftspark entlang der Oos durch die Innenstadt und gehört seit 2021 zusammen mit weiteren Kuranlagen der Stadt zum UNESCO-Welterbe „Great Spa Towns of Europe“. Alte Baumbestände, Skulpturen und die Nähe zur Staatlichen Kunsthalle machen sie zur naheliegendsten Route für einen Spaziergang zwischen zwei Terminen.
Für einen weiteren Blick über die Stadt sorgt der Merkur, der Hausberg Baden-Badens mit gut 660 Metern Höhe. Die Merkurbergbahn, eine Standseilbahn, bringt Besucher bequem hinauf; wer möchte, wandert stattdessen einen der markierten Wege durch den Wald. Westlich der Stadt schließt sich das Baden-Badener Rebland an, ein kleines Weinbaugebiet mit mehreren Weingütern, das sich für einen Nachmittag mit Verkostung eignet.
Rosen mit internationalem Ruf
Auf dem Beutig, einem Hügel am Stadtrand, liegt der Rosenneuheitengarten, der zur Landesgartenschau 1981 angelegt wurde. Jährlich werden hier mehr als 100 neue Rosensorten aus aller Welt gezeigt und mit der „Goldenen Rose von Baden-Baden“ prämiert; 2003 zeichnete die World Federation of Rose Societies den Garten selbst mit dem Award of Garden Excellence aus. Zur Hauptblüte im Frühsommer ist ein Besuch besonders lohnend, der Garten liegt aber auch außerhalb der Saison ruhig und gepflegt da.
Übernachten im gehobenen Segment
Baden-Baden hat sich seit dem 19. Jahrhundert auf anspruchsvolle Kurgäste eingestellt, entsprechend dicht ist das Angebot an Wellnesshotels im oberen Segment. Bekanntestes Beispiel ist das Brenners Park-Hotel & Spa direkt an der Lichtentaler Allee, seit 1880 in Betrieb und heute Teil der Oetker Collection – ein Haus, das für den Anspruch der Zielgruppe steht, aber bei weitem nicht das einzige seiner Art in der Stadt ist.
Eine Übersicht aktuell verfügbarer Wellness- und Kurhotels in Baden-Baden mit Bewertungen und Preisen bietet booking.com*
Anreise und praktische Hinweise
Der Bahnhof Baden-Baden liegt an der ICE-Strecke Frankfurt–Basel und ist damit aus vielen deutschen Großstädten sowie aus der Schweiz ohne Umsteigen erreichbar. Er befindet sich allerdings im Stadtteil Baden-Oos, gut vier Kilometer vom Zentrum entfernt; Buslinien und Taxis verbinden Bahnhof und Innenstadt in rund zehn Minuten. Wer erst einmal angekommen ist, kommt in der Innenstadt selbst weitgehend zu Fuß aus – Therme, Kurhaus und Lichtentaler Allee liegen keine 15 Gehminuten auseinander.
