Vignette und Mautpreise Schweiz 2026
Gotthard-Pass (Passo San Gottardo) - Zufahrt Tremola | Bild: © Andreas Schneider

Vignette und Mautpreise Schweiz 2026

Aktualisiert am 30.08.2026 | Lesezeit: 2 min | Dieser Artikel kann Partner-Links enthalten. Erkennbar am * hinter dem Link. Bei einer Buchung über diese Links erhalten wir eine Provision. Für Sie entstehen dadurch keine Mehrkosten. | Schreibe einen Kommentar

Auf Schweizer Autobahnen und Nationalstraßen gilt Vignettenpflicht – wahlweise als Klebevignette oder als digitale Vignette, die am Kennzeichen statt am Fahrzeug hängt. Hinzu kommen auf einzelnen Strecken eigene Tunnelmauten, und am Gotthard ist eine zusätzliche Maut für ausländische Durchreisende in Vorbereitung. Der Überblick über Preise, Gültigkeit und Ausnahmen für 2026.

Preis und Gültigkeit der Vignette Schweiz 2026

Die Vignette für die Schweiz kostet 2026 unverändert 40 Franken – egal ob als klassische Klebevignette oder als digitale Vignette. Hinzu können bei Online-Kauf Gebühren der Kreditkartenanbieter oder Hausbank kommen.

Beide Varianten gelten 14 Monate: vom 1. Dezember des Vorjahres bis zum 31. Januar des Folgejahres. Eine Abschaffung der Klebevignette zugunsten der digitalen Version ist – anders als etwa in Österreich – aktuell nicht geplant; beide Varianten sollen laut Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) dauerhaft parallel im Einsatz bleiben.

Klebevignette und digitale Vignette im Vergleich

Die digitale Vignette (E-Vignette) ist an das Kennzeichen gebunden statt an das Fahrzeug – ein Vorteil vor allem bei Wechselkennzeichen, bei einem Fahrzeugwechsel mit gleichem Kennzeichen oder nach einem Windschutzscheibentausch: In all diesen Fällen bleibt sie ohne Neukauf gültig. Optisch ist sie an die Klebevignette angelehnt, erkennbar an einer verpixelten Fahrspur rechts im Bild.

Gekauft wird die digitale Vignette ausschließlich über die offiziellen Schweizer Portale e-vignette.ch oder via.admin.ch/shop – ein Benutzerkonto ist nicht nötig, es genügen Zulassungsland, Kennzeichen und Fahrzeugkategorie. Bezahlt wird per Kreditkarte oder TWINT, verfügbar ist zusätzlich eine öffentlich einsehbare Kontrolloption für gemeinsam genutzte Fahrzeuge.

Eine bereits gekaufte Klebevignette lässt sich nicht nachträglich in eine digitale Vignette umwandeln. Wer eine gültige Klebevignette besitzt, nutzt sie bis zum Ablauf weiter und kann erst danach auf die digitale Variante wechseln. Klebevignetten bleiben in der Schweiz an Poststellen, Tankstellen, Garagen, TCS-Geschäftsstellen und Straßenverkehrsämtern erhältlich, im Ausland über ein Netz von Verkaufsstellen.

Wo die Vignette nicht ausreicht: Grenzausnahmen und Extra-Mauten

Keine Vignette benötigt, wer über die Grenzübergänge Basel St. Louis, Rheinfelden oder Kreuzlingen auf die Autobahn fährt und sie bereits an der ersten Ausfahrt wieder verlässt – laut BAZG-Richtlinie eine Ausnahme speziell für diese kurzen Grenzstrecken. Wer die Autobahn darüber hinaus nutzt, braucht auch dort eine gültige Vignette.

Zwei Tunnel verlangen zusätzlich zur Vignette eine eigene Maut: Der Großer-St.-Bernhard-Tunnel (Schweiz–Italien) kostet für einen Pkw auf der Schweizer Seite 32 Franken für die Einzelfahrt bzw. 51 Franken für die Rückfahrt innerhalb von 30 Tagen (Stand: gültig ab 1.2.2026). Der Munt-la-Schera-Tunnel (ebenfalls Richtung Italien, bei Zernez im Engadin) berechnet saisonal gestaffelte Preise: im Sommerhalbjahr (Mai bis November) ab 15 Franken online bzw. 17 Franken vor Ort, im Winterhalbjahr (Dezember bis April) je nach Kaufart zwischen rund 20 und 35 Franken.

Zusatzkosten fallen auch bei den Autoverladebahnen an, die einzelne Alpenpässe im Winter ersetzen: Furka (Realp–Oberwald) etwa 38 Franken, Vereina (Klosters–Sagliains) etwa 30 Franken, Lötschberg (Kandersteg–Goppenstein) etwa 28 Franken – jeweils zusätzlich zur Vignette.

Neu geplant: Alpenmaut am Gotthard für Durchreisende

Der Gotthard-Straßentunnel selbst bleibt mautfrei, kann an Spitzentagen aber zu langen Wartezeiten führen. Im März 2026 hat der Nationalrat mit klarer Mehrheit (173 zu 13 Stimmen) einer neuen Transitgebühr für ausländische Reisende zugestimmt, die die Schweiz ohne Übernachtung durchqueren. Im Gespräch ist ein Betrag von rund 21 Franken pro Durchfahrt, zusätzlich zur bestehenden Vignette, erfasst über Kameras bei Ein- und Ausreise.

Ein konkretes Einführungsdatum gibt es noch nicht: Verkehrsminister Albert Rösti muss zunächst eine detaillierte Vorlage ausarbeiten, zudem gilt eine Volksabstimmung als wahrscheinlich. Fachleute rechnen deshalb eher mit Jahren als mit Monaten bis zur tatsächlichen Einführung – für die Reiseplanung 2026 ist die Gebühr also noch nicht relevant.

Kontrolle und Bußgeld ohne gültige Vignette

Kontrolliert wird an den Grenzen durch das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit, innerhalb der Schweiz durch die Kantonspolizei – bei der digitalen Vignette per Kennzeichenabfrage, bei der Klebevignette per Sichtkontrolle. Wer ohne gültige Vignette auf einer vignettenpflichtigen Strecke unterwegs ist, zahlt ein Bußgeld von 200 Franken und muss zusätzlich eine reguläre Vignette für 40 Schweizer Franken nachkaufen.

Weiterfahrt Richtung Österreich

Wer von der Schweiz weiter Richtung Alpenraum fährt, findet die aktuellen Vignetten- und Mautpreise für Österreich im eigenen, ausführlichen Artikel.


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Ein Best Ager unterwegs in Europa

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